Archiv der Kategorie: Kreuzstetten

Schnee, Lärm und Verzweiflung?

Liebe Mitbürger! Liebe Gemeinde!

Das Folgende ist der Inhalt einer Email, welche ich gerade an meine Vorgesetzten geschickt habe.

An die p.t. Vorgesetzten!

1. Bei mir schneit’s. Ziemlich.
2. Schneeräumung war  noch keine unterwegs.
3. In den letzten Jahren hat besagte Schneeräumung in 8 von 10 Fällen einen Wall von naßem Schnee – und dies meist in der Nacht – vor meine Einfahrt geschoben. Diesen dann wegzuhacken, ist mir aufgrund meines Zustandes einfach nicht möglich …
4. Sollte kein Tauwetter einsetzten, besteht somit eine signifikante Wahrscheinlichkeit, daß ich morgen auf meinem Grundstück „eingesperrt“ bin.

Punkt 4 würde bedeuten, daß ich entweder
a) nicht um 0900 Uhr beim Workshop in der _______ eintreffe
oder
b) der Dienstgeber etwas unternimmt, wie zwischen 0400 und 0600 Uhr morgen einen Panzer mit Räumschild durch meine Gasse schickt. (Niederkreuzstetten, _________ ;> )

Hochachtungsvoll
A.S.

PS: Hier ist alles sehr clever gelöst: Die Gemeinde ist nach 1200 Uhr nicht mehr telephonisch erreichbar. Und dann erst wieder ab 0900 (oder 0800?). Das „Ereignis“ findet offensichtlich wann statt? GENAU.

PPS: die zitierten 2 Fälle (ein gewissermaßen „intelligentes“ Räumen) fanden allerdings in jüngerer Vergangenheit statt. Die Hoffnung lebt also!

snowedin

Wenn es in der kommenden Nacht laut werden sollte, läge das am (unwahrscheinlichen) Fall, dass meine Vorgesetzten dies mit Humor nehmen …

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Unfreiwilliger Geschichtsunterricht (2. Teil)

Dieser Tage weht wieder eine Flagge mit Trauerflor über Niederkreuzstetten. Nein, nicht die deutsche.DSC_0918

Nun, diesmal mag es ja wohl – gemäß dem Datum – mit dem Abwurf der Atombombe auf Hiroshima am 6. August in Zusammenhang stehen. Allerdings, wenn man die – nennen wir es mal Tragödien  jener Zeit – näher betrachtete, vermisse ich z.B. am 22. Juli eine polnische Flagge mit Trauerflor, oder meinetwegen sogar besser am 16. Mai (Stroops Meldung „Der ehemalige Jüdische Wohnbezirk Warschaus besteht nicht mehr“).

Oder vielleicht am 24. April, da wäre das hissen einer armenischen Flagge auf Halbmast durchaus ebenfalls angebracht.

Auch der 7. Dezember wäre so ein Tag, allerdings für die amerikanische Flagge …

Oder am 13. Februar (Feuersturm über Dresden), den 13. Juni (erster Einsatz einer V1 gegen Londoner Zivilbevölkerung), … Dies lässt sich vermutlich endlos fortsetzen, gewissermaßen als Spiegelbild der Fähigkeit des Menschen zur Grausamkeit. Aber, leider habe ich jedoch den summarischen Eindruck, dass dieser Fahnenmast nur zum Betrauern des Untergangs der Achsenmächte dient. Und das ist wirklich traurig ….

Unfreiwilliger Geschichtsunterricht

Am 7. Mai 1945 unterzeichnete Generaloberst Alfred Jodl, im Obersten Hauptquartier der Alliierten Expeditionsstreitkräfte in Reims die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht.

Angesichts der durch die Nationalsozialisten begangenen Verbrechen kann man dazu nur feststellen: So weit, so gut!

Weniger gut jedoch finde ich die deutsche Flagge mit schwarzen Trauerflor, welche da munter vor meinem Fenster weht!

DSC_0876Am 7 Mai 2016 erblickte ich die Flagge des Reichswehrministers der Weimarer Republik (hmm, soviel zur geschichtlichen Korrektheit!) inklusive eines Trauerflors vor meinem Fenster. Und ich lege Wert auf die Feststellung, daß sich sowohl Fahnenmast als auch Beflaggung weder auf meinem Grundstück befinden noch meine Gesinnung widerspiegeln!

Wobei, mit der Weimarer Republik habe ich ja nicht wirkliche Probleme … nur mit dem, wozu sie nach der Machtergreifung Hitlers wurde. Und das ich Österreicher bin, und eben nicht Deutscher!