Unfreiwilliger Geschichtsunterricht (2. Teil)

Dieser Tage weht wieder eine Flagge mit Trauerflor über Niederkreuzstetten. Nein, nicht die deutsche.DSC_0918

Nun, diesmal mag es ja wohl – gemäß dem Datum – mit dem Abwurf der Atombombe auf Hiroshima am 6. August in Zusammenhang stehen. Allerdings, wenn man die – nennen wir es mal Tragödien  jener Zeit – näher betrachtete, vermisse ich z.B. am 22. Juli eine polnische Flagge mit Trauerflor, oder meinetwegen sogar besser am 16. Mai (Stroops Meldung „Der ehemalige Jüdische Wohnbezirk Warschaus besteht nicht mehr“).

Oder vielleicht am 24. April, da wäre das hissen einer armenischen Flagge auf Halbmast durchaus ebenfalls angebracht.

Auch der 7. Dezember wäre so ein Tag, allerdings für die amerikanische Flagge …

Oder am 13. Februar (Feuersturm über Dresden), den 13. Juni (erster Einsatz einer V1 gegen Londoner Zivilbevölkerung), … Dies lässt sich vermutlich endlos fortsetzen, gewissermaßen als Spiegelbild der Fähigkeit des Menschen zur Grausamkeit. Aber, leider habe ich jedoch den summarischen Eindruck, dass dieser Fahnenmast nur zum Betrauern des Untergangs der Achsenmächte dient. Und das ist wirklich traurig ….

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Unfreiwilliger Geschichtsunterricht

Am 7. Mai 1945 unterzeichnete Generaloberst Alfred Jodl, im Obersten Hauptquartier der Alliierten Expeditionsstreitkräfte in Reims die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht.

Angesichts der durch die Nationalsozialisten begangenen Verbrechen kann man dazu nur feststellen: So weit, so gut!

Weniger gut jedoch finde ich die deutsche Flagge mit schwarzen Trauerflor, welche da munter vor meinem Fenster weht!

DSC_0876Am 7 Mai 2016 erblickte ich die Flagge des Reichswehrministers der Weimarer Republik (hmm, soviel zur geschichtlichen Korrektheit!) inklusive eines Trauerflors vor meinem Fenster. Und ich lege Wert auf die Feststellung, daß sich sowohl Fahnenmast als auch Beflaggung weder auf meinem Grundstück befinden noch meine Gesinnung widerspiegeln!

Wobei, mit der Weimarer Republik habe ich ja nicht wirkliche Probleme … nur mit dem, wozu sie nach der Machtergreifung Hitlers wurde. Und das ich Österreicher bin, und eben nicht Deutscher!

Dank an die Einwohner …

Liebe Mitbürger!

hermitNach ich nunmehr doch bereits einige Jahre in dieser wunderbaren Gegend lebe, bin ich inzwischen seit 2011 sukzessive menschlich so weit, dass ich  — wenn ich es mir leisten könnte — am liebsten wieder wegziehen würde.

Man sagt zwar immer, es sei nicht in Ordnung zu verallgemeinern, aber ich sehe keinen Grund mehr mich zurückzuhalten.

Sollte jemand in irgendeiner Form Hilfe oder Unterstützung benötigen, bitte nicht zu mir kommen. Als doch eher verbitterter, nicht mehr ganz junger, Mensch ist es mir nun gleichgültig, ob mich jemand für nett hält oder nicht.

Umfrage zur Qualität der Bürgerbeteiligung

Aus nicht ganz un-aktuellem Anlass eine kleine Umfrage:

Danke für die allfällige Teilnahme. Bitte haben Sie Verständnis, dass es einen Auswertung jedoch nur geben wird, wenn eine ausreichende Anzahl an Stimmen eingegangen ist.

Vorrang für Kreuzstetten?

Seit dem Morgen des 19. Feber 2013 gibt es in Kreuzstetten zumindest ein „Vorrang geben”-Schild mehr!

DSC00009Auf persönliche Nachfrage im Gemeindeamt scheint dort auch keiner zu wissen, warum oder wieso? Eigentlich wusste dort auch niemand was von dem Schild. Man werde dem aber nachgehen ….

Die Frage, dich ich mir als interessierter und auch unangenehm – dazu gleich mehr – betroffener Bürger stelle: Wenn im Gemeindeamt Niemandem etwas über ein gerade aufgestelltes Schild bekannt ist, wer hat es dann aufgestellt? Und auf wessen Veranlassung?

Die Aushangtafel vor dem Gemeindeamt hilft auch nicht weiter:

DSC00032

Warum unangenehm betroffen?

Bei dieser Kreuzung ist es unmöglich, nach recht zu sehen. Es wurde immer wieder ersucht, einen Spiegel anzubringen. Das folgende Bild zeigt die Position eines Fahrzeugs, wenn der Fahrer endlich ausreichend nach rechts sieht:

DSC00025Dies ist auch in etwa die frühest-mögliche Halteposition bei Schneelage, da die im Bild von rechts kommende Straße ein starkes Gefälle unmittelbar vor der Einmündung zeigt. Wie man sieht, steht das Fahrzeug sehr weit in der Kreuzung. Aber es geht nicht anders.

Nun, anstelle eines Spiegels, der einem Autofahrer einen sicheren Blick nach rechts ermögliche würde, gibt es nun ein „Vorrang geben”-Schild. Naja, ein Kommentar erübrigt sich wohl …

Interessant hierzu die StVO:

stopsign§ 22. Warnzeichen.
(1) Wenn es die Verkehrssicherheit erfordert, hat der Lenker eines Fahrzeuges andere Straßenbenützer mit der zum Abgeben von akustischen Warnzeichen bestimmten Vorrichtung durch deutliche Schallzeichen, sofern solche Vorrichtungen nicht vorhanden oder gestört sind, durch deutliche Zurufe zu warnen. Der Lenker darf auch durch Blinkzeichen warnen, wenn sie ausreichen und nicht blenden.

Gut, dann wird eben gehupt. Und bei der Gemeinde, ob des Lärms, Beschwerde geführt.

Nachtrag:

Bei einem Blick aus dem Fenster um 11 Uhr vormittags:DSC00036

Ja, kein Schild … Was geht hier eigentlich vor?

Schiefergas im Weinviertel (I)

SkunkBezüglich der leider kaum geführten – bzw. sehr wenig an das öffentliche Bewusstsein dringenden – Diskussion über die „umweltfreundliche” Förderung von Schiefergas gibt es am 24. Feber 2013 eine interessante Veranstaltung in der 9er-Bar in Niederkreuzstetten:

OSKAR- NOMINIERTE Dokumentation über
Schiefergas

Der Beginn des Film-Abends ist um 18:00 Uhr, der Eintritt ist frei!

Ach ja, um Missverständnisse zu vermeiden – die Formulierung umweltfreundlich ist ironisch gemeint! Ich erlaube mir, diese Technologie als Physiker, der noch dazu zwei Chemiker in der Familie, und sich selbst auch mit Chemie beschäftigt hat, zu beurteilen und für mich gibt es nur einen Schluss:

Hände weg davon!