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Vorrang für Kreuzstetten?

Seit dem Morgen des 19. Feber 2013 gibt es in Kreuzstetten zumindest ein „Vorrang geben”-Schild mehr!

DSC00009Auf persönliche Nachfrage im Gemeindeamt scheint dort auch keiner zu wissen, warum oder wieso? Eigentlich wusste dort auch niemand was von dem Schild. Man werde dem aber nachgehen ….

Die Frage, dich ich mir als interessierter und auch unangenehm – dazu gleich mehr – betroffener Bürger stelle: Wenn im Gemeindeamt Niemandem etwas über ein gerade aufgestelltes Schild bekannt ist, wer hat es dann aufgestellt? Und auf wessen Veranlassung?

Die Aushangtafel vor dem Gemeindeamt hilft auch nicht weiter:

DSC00032

Warum unangenehm betroffen?

Bei dieser Kreuzung ist es unmöglich, nach recht zu sehen. Es wurde immer wieder ersucht, einen Spiegel anzubringen. Das folgende Bild zeigt die Position eines Fahrzeugs, wenn der Fahrer endlich ausreichend nach rechts sieht:

DSC00025Dies ist auch in etwa die frühest-mögliche Halteposition bei Schneelage, da die im Bild von rechts kommende Straße ein starkes Gefälle unmittelbar vor der Einmündung zeigt. Wie man sieht, steht das Fahrzeug sehr weit in der Kreuzung. Aber es geht nicht anders.

Nun, anstelle eines Spiegels, der einem Autofahrer einen sicheren Blick nach rechts ermögliche würde, gibt es nun ein „Vorrang geben”-Schild. Naja, ein Kommentar erübrigt sich wohl …

Interessant hierzu die StVO:

stopsign§ 22. Warnzeichen.
(1) Wenn es die Verkehrssicherheit erfordert, hat der Lenker eines Fahrzeuges andere Straßenbenützer mit der zum Abgeben von akustischen Warnzeichen bestimmten Vorrichtung durch deutliche Schallzeichen, sofern solche Vorrichtungen nicht vorhanden oder gestört sind, durch deutliche Zurufe zu warnen. Der Lenker darf auch durch Blinkzeichen warnen, wenn sie ausreichen und nicht blenden.

Gut, dann wird eben gehupt. Und bei der Gemeinde, ob des Lärms, Beschwerde geführt.

Nachtrag:

Bei einem Blick aus dem Fenster um 11 Uhr vormittags:DSC00036

Ja, kein Schild … Was geht hier eigentlich vor?

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Bürgerinitiative „Dorf bleiben“

Aus aktuellem Anlass hat sich vor Kurzem eine Bürgerinitiative in Kreuzstetten gebildet.

Der Grund?

ArchitectIn der Bäckergasse – inmitten von Einfamilienhäusern, soll ein Wohnhaus gebaut werden. Nun wird sich manch einer denken, „Na, und?, Sind etwa Einfamilienhäuser keine Wohnhäuser?“. Doch! Allerdings keine mit ca. 30 (in Worten: Dreißig!) Wohneinheiten.

Die Tageszeitung Kurier hat dies ja ganz gut auf den Punkt gebracht: „Bunker an den Ortsrändern“ heißt dort der Beitrag.

Man muss sich das Ganze ja mal auf der Zunge zergehen lassen. Wenn dieses Projekt durchgezogen wird, sind die Folgen relativ einfach zu beschreiben:

Die Anrainerzahl in der – im Winter aus gutem Grund mit einem „Fahrverbot – ausgenommen Anrainer” belegten – Bäckergasse wird sich mehr als verdoppeln!
Die Fahrzeuganzahl wird sich unter Annahme der Nutzung sämtlicher geplanter Abstellplätze mehr als verdreifachen!
Die Bäckergasse selbst verfügt über keine Gehsteige, und ist nicht durchgehend breit genug um Gegenverkehr zu ermöglichen. Außerdem endet sie am Ortsende in einem Feldweg …

Volltreffer!

Es mutet also, mit Verlaub gesagt, schon etwas hirnrissig an, in eine derartige Umgebung – sowohl von baubildlicher also auch von verkehrstechnischer Seite betrachtet – ein derartiges Monsterprojekt pflanzen zu wollen.

Obwohl, gepflanzt dürfen sich da ja eher die Anrainer fühlen, denn diese hatten bei der Bauverhandlung keine Parteienstellung. Eh klar, bei uns in Bagdad ….

Diese Seite hier hat im Grunde nichts mit dieser Bürgerinitiative zu tun. Sollte hier also etwas sauer aufstoßen, dann bitte nicht dort meckern.

Nähere Informationen zur Bürgerinitiative selbst gibt es unter dorf.bleiben@gmx.at